Brunsbüttel, den 14.11.2021


Auch in diesem Jahr brachte sich der Verein für Brunsbütteler Geschichte aktiv in das Geschehen zum Volkstrauertag ein und hat es nicht bei einer Kranzniederlegung belassen. Insgesamt 10 Personen waren der Einladung des Vereins in das Heimatmuseum am Markt in Brunsbüttel-Ort gefolgt, um am Sonntag ab 15.00 Uhr an einer kleinen Veranstaltung, die mit abschließenden Gesprächen bei Kaffee und Kuchen endete, teilzunehmen.

Zuvor fanden Lesungen verschiedener Texte statt, die von den Vorstandsmitgliedern vorgetragen wurden. Zwischendurch folgten Lieder, die Rolf Hein mit seiner Gitarre dem Anlass entsprechend vortrug.
In seiner Ansprache zur Begrüßung erinnerte der Vereinsvorsitzende Heinrich Voß an die Schrecken und Grausamkeiten des Krieges. Johannes Wöllfert las einen Bericht von Esther Bejanaro „Als der Krieg zu Ende war“. Eine Geschichte von der Teilnahme am sog. Todesmarsch aus dem KZ Ravensbrück, in dem die Autorin gefangen gehalten wurde, ihre Aufnahme durch die Amerikaner, der Hoffnung auf ein neues Leben und von den ersten Schritten in eine ungewisse Zukunft. Kristin Liffers trug den Inhalt zweier Briefe vor, die deutsche Soldaten während des zweiten Weltkrieges aus Russland an ihre Angehörigen schrieben. Vor allem machte den Soldaten im Zweiten Weltkrieg die unerbittliche Kälte so sehr zu schaffen, dass unmenschliche Handlungen stattfanden, um nicht zu erfrieren.

V.  l.n.R: Rolf Hein, Hinrich Vollmert, Heinrich Voß.

Gerhard Moormann erinnerte mit seinem Vortrag an eine Rede der Bundeskanzlerin zur Notwendigkeit des Volkstrauertages sowie an vergangene Kriege in Afghanistan. Die erste Auseinandersetzung fand von 1839 bis 1842 statt, als das britische Empire versuchte, seine Vormachtstellung in diesem Raum zu sichern und die russischen Expansionsbestrebungen zu unter-binden. Dazu wurde das 1857 verfasste Gedicht Theodor Fontanes, „Das Trauerspiel von Afghanistan“ vorgelesen. Anschließend las Andreas Jakob die Erinnerungen an die Fliegeralarme, Ernährungs-probleme und Erfahrungen von Ursula Hinz, einer ehemaligen Einwohnerin von Brunsbüttel-Süd aus den Jahren 1944 bis 1945 vor. Es folgten Passagen aus dem Buch „Der Sturm“ des Journalisten und Historikers Guido Knopp mit Berichten schrecklicher aber auch menschlicher Taten während der Eroberung Königsbergs im Zweiten Weltkrieg. Es waren zwei Berichte von Zeitzeugen der deutschen und russischen Seite über Ereignisse, die dort vom 06. bis 09. April 1945 stattfanden. Die Anwesenden erfuhren von der Erhängung deutscher Deserteure, welche die Sinnlosigkeit des Krieges erkannten und von der Ermordung 800 jüdischer Häftlinge aus dem Lager Stutthoff am Strand von Palmnicken. Johannes Wöllfert las danach eine selbst erlebte Erinnerung aus seiner Kindheit vor, die sich während seines Aufenthalts bei seinen Verwandten in Potsdam zugetragen hat. Er wurde dorthin geschickt, weil sein Leben bei einem Verbleib in Ostpreussen gefährdet war, denn seine Heimat wurde 1945 von der russischen Armee überrollt. Den Schluss bildete Heinrich Voß mit der Vorlesung der Kriegserinnerungen des Brunsbütteler Küfers Heinrich Kraft, der noch als Schüler von der Schulbank weg als Luftwaffenhelfer auf der Mole 4 zur Sicherung des Nord- Ostsee- Kanals eingesetzt wurde. Sogar nach der Bombardierung Hamburgs mit dem dadurch entfachten Feuersturm, hat man ihn und seine Mitschüler dorthin gefahren, um Aufräumarbeiten zu leisten. Die Bilder der Toten dort hat Heinrich Kraft nie vergessen können.
Am Ende der Veranstaltung waren sich alle Anwesenden einig, diese Veranstaltung auch im kommenden Jahr stattfinden zu lassen. Der Verein würde sich über eine regere Beteiligung freuen.

02.03.2021 Hörstationen im Heimatmuseum.

Unser schönes und informatives Heimatmuseum soll noch moderner und interessanter werden.Herr Bunsen, Leiter des Museums, möchte für die Präsentation der Räume und Exponate eine neue moderne Technik einsetzen. Dazu wurden 10 Hörstationen der neusten Technikgeneration beschafft.

Heiner Voß, erster Vorsitzender des Vereins für Brunsbütteler Geschichte an eine Hörstation.

01.03.2021 Die Kaffeeröstmaschine im Heimatmuseum.

Im Heimatmuseum steht seit vielen Jahren eine Kaffeeröstmaschine. Die Röstmaschine hat in den Nachkriegsjahren in dem Kolonialwarengeschäft Widderich auf der Südseite gestanden und so manche Kaffeebohne für viele herrliche Tassen Kaffee geröstet. 1972 wurde das gute alte Stück Kaffeetechnik ausgemustert und kam als Erinnerungsstück ins Museum.

"Test bestanden" sagt Heiner Voß nach bestandener Prüfung

19.09.2020 Parade des Wohnquartiers Posadowskystraße

„Umzug, Musik, Kleinkunst und Stadtgeschichte beim ersten Quartiersfest“ so titelt die Brunsbütteler Zeitung.

 

Am Sonnabend, den 19.September hat das Quatiershaus Posadowskystraße 4 zum ersten Mal zu einer Quartiersparade rund um das Zentrum des Hauses alle Bürger eingeladen.
Die Quartiersparade war der Ersatz für das coronabedingt ausgefallende Sommerfest im August. „ Wir versuchen Leben, Wohnen, Arbeiten und Kultur zu verbinden. Wir demonstrieren heute für eine lebenswerte Nachbarschaft“. Mit diesen Worten beschrieb Horst Michaelis von der Stiftung Mensch die Veranstaltung. Die Quartiersmanagerin Birgit Schreeg hatte die Parade vorbildlich organisiert und vorbereitet.

 

11.01.2020 Herzlichen Glückwunsch zum Bürgerpreis!

Ehrung WoelffertRechts im Bild Johannes Wölffert Am 11. Januar 2020 wurde unser Ehrenvorsitzender Johannes Wöllfert im Rahmen des Neujahrsfestballes mit dem Bürgerpreis der Stadt Brunsbüttel ausgezeichnet. Die Auszeichnung erhielt Johannes Wöllfert für seine vielfältige ehrenamtliche Tätigkeit in der Stadt Brunsbüttel. Dabei ist seine Aktivität als 1. Vorsitzender für den Verein für Brunsbütteler Geschichte besonders hervorzuheben. Dies war auch der Anlass für den jetzigen 1. Vorsitzenden Heinrich Voß, in einer kleinen Feierstunde Johannes Wöllfert die herzlichsten Glückwünsche auszusprechen.

 

 

22.11.2019 - Vortrag über den 1. Ausbau des NOK's.

Auf Einladung unseres Vereins hielt Uwe Steinhoff im Hotel „Zur Traube“ als Auftaktveranstaltung zum 125- jährigen Kanaljubiläum 2020 einen Vortrag über den ersten Ausbau des Nord- Ostsee- Kanal in den Jahren 1907 bis 1914. Herr Steinhoff hielt bereits vor drei Jahren einen Vortrag über den Bau des Nord- Ostsee- Kanal und wieder einmal nahmen viele interessierte Vereinsmitglieder und Gäste an dieser Veranstaltung teil, so dass die Größe der Räumlichkeit kaum ausreichte.

09.09.2019 - Historische Gesprächsrunde einmal anders.

Normalerweise treffen sich aktive Mitglieder unseres Vereins und andere Interessierte jeweils am zweiten Montag eines Monats im Mehrgenerationenhaus bei der Boy-Lornsen-Grundschule zu einem Gedankenaustausch über alles, was mit der Geschichte Brunsbüttels und Dithmarschens zu tun hat. Bei unserem ersten Treffen nach der Sommerpause am 9. September war das jedoch anders. Auf Vorschlag unseres Vorsitzenden Heinrich Voß fuhren wir zur Neulandhalle im Dieksanderkoog, um uns über die Umgestaltung dieses Baus aus der Nazizeit zu einem historischen Lernort zu informieren. 

28.09.2019 - Ein interessanter Ausflug nach Meldorf

Auf der Jahreshauptversammlung unseres Vereins im Frühjahr hatten sich die anwesenden Mitgliedermehrheitlich für Meldorf als Ziel der diesjährigen Jahresexkursion entschieden. Diese fand am 28. September 2019 statt. Erster Programmpunkt war eine Führung durch das Dithmarscher Landesmuseum. Herr Dr. Otte, der wissenschaftliche Volontär des Museums, skizzierte zunächst kurz die Geschichte des Museums.

 

11.11.2018 - 70 Jahre Verein für Brunsbütteler Geschichte.

Am 11.11.1948 wurde unser Verein im damaligen Rathaus der Gemeinde Brunsbüttel, dem heutigen Heimatmuseum, gegründet. Zum 70. Jahrestag der Gründung lud der Vorstand des Vereins am Sonntag, dem 11.11.2018 zu einem Empfang in das Hotel Zur Traube ein. Zahlreiche Mitglieder und interessierte Gäste folgten der Einladung, unter ihnen unser neuer Bürgermeister Herr Schmedtje und Pastor Lempelius.